Reiseversicherungen gehören zu den unliebsamsten Dingen, an die man bei der Urlaubsplanung denken muss. Im Falle unvorhergesehener Schwierigkeiten retten sie jedoch im schlimmsten Fall zumindest den eigenen Geldbeutel. Welche Reiseversicherung aber für den jeweiligen Urlaub sinnvoll ist, lässt sich nur individuell entscheiden. Niemals sollte man auf eine Reisekrankenversicherung verzichten. Egal ob die Kinder, der Partner oder man selbst eine Krankheit bekommt, ein Arztbesuch im Ausland ist immer eine unangenehme Sache. Oftmals vertragen gerade kleinere Kinder das Trinkwasser oder die kulinarischen Genüsse des Urlaubslandes nicht auf Anhieb, was sich oft in Magen- oder Darmbeschwerden äußert. Wohl dem, der eine gut sortierte Reiseapotheke gegen die kleineren Probleme mit sich führt. Muss man diesen aber noch selbst bezahlen, kann dies die Urlaubskasse über Gebühr belasten. Nicht auszudenken, welche Kosten ein Unfall oder eine Verletzung verursachen kann.
Bei lange geplanten Reisen, vor allem bei teuren Luxusreisen, sollte zudem eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Sollte man aus irgendeinem Grund seinen Flug zu den Malediven nicht antreten können, bleibt nach Abzug der Stornokosten vielleicht nicht mehr viel vom Reisepreis übrig. Überraschende Krankheitsfälle am Abreisetag sind keine Seltenheit, denn in der Natur des Menschen ist es verankert, dass er oft erst dann krank wird, wenn der Alltagsstress gerade von ihm abfällt. Unter Stress, wie er oftmals im Berufsalltag herrscht, werden eventuelle Krankheiten vom Körper unterdrückt, bis das Gehirn auf Erholung schaltet, was normalerweise in den ersten Urlaubstagen der Fall ist. Bei Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung sollte man zudem auf die Fristen des Rücktritts achten, denn in manchen Klauseln gilt die Versicherung nur bis wenige Tage vor Abreise, nicht bis zum eigentlichen Abreisetag.
Je nachdem was man alles in den Koffer packt, ist auch eine Reisegepäckversicherung eine gute Idee. Gerade wenn man teure Kameras, die Ausrüstung zum Windsurfen oder den Familienschmuck mit in den Urlaub nimmt, kann der Verlust eines Gepäckstückes sehr ärgerlich sein. Auch Geschäftsreisende, die den teuren Laptop mitführen, sollten auf eine solche Versicherung nicht verzichten. Eine Reisegepäckversicherung schützt meist auch gegen Diebstahl und Einbruch. Zudem haftet sie, wenn das Gepäck bei einen Feuer oder Tsunami zerstört wird. Reisegepäckversicherungen gelten normalerweise für die ganze Familie.
Eine Reisehaftpflichtversicherung kann ebenfalls vor großem finanziellem Schaden bewahren. So unwahrscheinlich schlimme Zwischenfälle auch sind, wer im Ausland mit dem Mietwagen einen Personenschaden verursacht, kann sich glücklich schätzen, dagegen versichert zu sein. Natürlich muss nicht immer der Worst Case eintreten, doch wenn die Kinder mit dem Fußball ein Fenster des Hotels einschießen, will auch dieses bezahlt werden. Man sollte sich jedoch im Vorfeld über die Höchstsumme des Schadensersatzes informieren, denn Personenschäden kosten beispielsweise in den USA deutlich mehr, als zuhause. Reiseversicherungen sind also in jedem Fall zu empfehlen. Welche davon man für sinnvoll erachtet, bleibt jedem Urlauber selbst überlassen, doch Vorsicht ist gerade bei der Urlaubsplanung besser als Nachsicht.